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24.02.2022 Gemeinde-News

Wie­sen­mo­ni­tor

Wiesenmonitor Breitenfurt

DER WIESEN-MONITOR

Eine Geschichte der EVN-Wiese

Die „EVN-Wiese“, heute Breiteneder-Gründe, in Breitenfurt Ost

 

Unter Bürgermeister Morgenbesser zur Kernzone umgewidmet, ist sie Hauptinhalt des Generationenplanes der ÖVP/SPÖ Koalition

 

Die Breitenfurter Grünen lehnen den Generationenplan ab, denn:

 

Generationenplan heißt Verbauungswahn

Der Generationenplan umfasst vor allem die Verbauung der Breiteneder-Gründe (EVN-Wiese) mit weit über 400 Wohnungen

 

Die Besitzerin von Breiteneder-Immobilien versucht seit Jahren, die Aufschließung dieser Wiese zu erwirken. Da die Gemeinde aufschließen kann, aber nicht muss (das liegt an der Art der Widmung), wurde unter Altbürgermeister Herzig rund 30 Jahre nicht aufgeschlossen. Er  hat die politische Sensibilität besessen, den Schritt der Verbauung der Wiese nicht zu riskieren. Sein Nachfolger, Bürgermeister Morgenbesser, hat trotz deutlicher Anzeichen einer negativen Stimmung in der Bevölkerung die Verbauung der Wiese forciert, um die Pläne der Immobilienfirma Breiteneder zu bedienen.

 

Als im Jahr 2018 die erste Demonstration, die es in Breitenfurt je gegeben hat, unter reger Bürger*innenbeteiligung stattfand, ging es den Teilnehmer*innen darum, dass ihr Wunsch nach einer Erhaltung der „EVN-Wiese“, also der Breiteneder-Gründe, ernst genommen wird. Eine von den Breitenfurter Grünen erzwungene Volksbefragung kam zu dem eindeutigen Ergebnis, dass die Bevölkerung die Verbauung von 10.000m2 Wiese mit fünfstöckigen Wohnblöcken im Ort nicht will. Unsere Gemeinde würde sich von einer ländlichen in eine städti­sche Gemeinde verwandeln. Die Verkehrsproblematik würde sich noch weiter ver­schärfen. Da hilft auch ein multimodaler Knoten nicht.

Der damalige Bürgermeister Morgenbesser hatte die Aufschließung betrieben und trat dann als Spitzenkandidat kurz vor der anstehenden Gemeinderatswahl zurück.

Der neu angetretene Kandidat und danach gewählte Bürgermeister Schredl betonte vor der Wahl, dass für ihn der Wille der Bevölkerung zu respektieren und eine Verbauung der Breiteneder-Gründe vom Tisch sei. „Dieses Kapitel ist abgeschlossen. […] Das Votum ist jedenfalls zur Kenntnis zu nehmen. Seitens der Gemeinde werden wir keine weiteren Schritte setzen“, so BM Wolfgang Schredl in einem Interview in der „Neuen Heimat“ zum Thema EVN-Wiese.

Die nachfolgenden Koalitionsgespräche mit den Breitenfurter Grünen scheiterten allerdings nur an diesem einen Punkt: Wir haben daran festgehalten, dass die Aufschließung der Breiteneder-Gründe zumindest in der kommenden Legislaturperiode kein Thema mehr sein soll.

Und obwohl Bürgermeister Schredl vor der Wahl ausdrücklich betont hat, dass der Wille der Bürger*innen respektiert wird, findet sich der Generationenplan nach wie vor unverändert unter zukünftigen Projekten auf der erneuerten Gemeindehomepage. Was allerdings fehlt, ist die Erwähnung der Volksbefragung und deren Ergebnis.

Gabriele Rass-Hubinek​

Fraktionsvorsitzende
Geschf. Gemeinderätin für

Alternative Entwicklungsprojekte für Wohnen und Mobilität

gaby.rass-hubinek@gruene.at​
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