Ein Campus für alle Kinder
Mit diesem Schuljahr beginnt in Herzogenburg etwas, das über einen Schulbau hinausgeht: Volksschule und Allgemeine Sonderschule wachsen zu einem gemeinsamen Schulcluster zusammen. Der Gemeinderat hat das im April einstimmig beschlossen.
Was ein Schulcluster ist
Ein Schulcluster ist ein organisatorischer und pädagogischer Zusammenschluss mehrerer Pflichtschul-Standorte unter gemeinsamer Leitung. Die einzelnen Schulen bleiben rechtlich bestehen — sie arbeiten aber enger zusammen, teilen Ressourcen und stimmen ihre Pädagogik ab.
Am künftigen Bildungscampus lernen die Kinder beider Schulen in einem gemeinsamen Gebäude. Barrierefrei ist dabei nicht nur das Haus, sondern auch die Zufahrt und die Parkmöglichkeiten.
Die Musikschule geht denselben Weg
Am Campus kommt eine dritte Schule dazu: die Musikschule. Sie ist rechtlich keine Pflichtschule und damit nicht Teil des Schulclusters — organisatorisch zusammengeführt wird sie trotzdem, nur auf einem eigenen Weg.
Der Gemeinderat hat im Juni 2025 den Grundsatzbeschluss gefasst, gemeinsam mit Würmla, Kapelln an der Perschling und Perschling dem Musikschulverband Unteres Traisental beizutreten. Der Verband wird dazu in Musikschulverband Musikschule NÖ Mitte umbenannt. Auch hier war Peter Völkl derjenige, der das Thema im Gemeinderat vertreten hat.
Unterm Strich heißt das: Drei Schulen an einem Ort, zwei davon im gemeinsamen Cluster, die dritte in einem regionalen Verband, der ihr Angebot absichert.
Warum gerade jetzt
Ein gemeinsamer Standort ist für sich genommen sinnvoll. Kinder lernen miteinander statt nebeneinander, Räume und Ausstattung werden gemeinsam genutzt, und die pädagogische Erfahrung beider Schulen kommt allen zugute. Dass die Schülerzahlen an der Allgemeinen Sonderschule zurückgehen, macht den Schritt jetzt umso naheliegender: Was ohnehin zusammengehört, bekommt damit den richtigen Zeitpunkt.
Peter Völkl, der dem Ausschuss für Bildung, Kinderbetreuung und Integration vorsitzt, hat das mit der Bildungsdirektion verhandelt — mit einem klaren Ziel: den Schulstandort Herzogenburg stärken und die Betreuung jedes einzelnen Kindes dauerhaft sichern. Genau das leistet der Cluster.
Warum uns das wichtig ist
Kinder mit und ohne Förderbedarf unter einem Dach, im selben Haus, auf denselben Gängen: Das ist die Form von Inklusion, die nicht in Konzepten steht, sondern im Alltag entsteht. Sie gelingt nicht automatisch — sie braucht Räume, Personal und Zeit. Aber sie beginnt damit, dass Kinder einander überhaupt begegnen.
Peter Völkl hat den Beschluss im Gemeinderat vertreten. Für uns war Bildung immer der Bereich, in dem sich entscheidet, ob eine Stadt Zukunft hat.
Was jetzt zählt
Ein Beschluss ist eine Absichtserklärung, bis er im Schulalltag ankommt. Die Zusammenführung läuft parallel zu den Bauarbeiten am Campus, und beides muss zusammenpassen — die Vorarbeiten für den Cluster laufen ab diesem Schuljahr, das Gebäude folgt.
Wir werden darauf achten, dass die Ressourcen mitwachsen. Inklusion, die nur am Papier stattfindet, weil das Personal fehlt, hilft keinem Kind.
Visualisierung: Ritzinger Architektur ZT GmbH
Die Sitzung zum Nachsehen
Die Gemeinderatssitzung vom 27. April 2026 wurde live übertragen. Die Aufzeichnung ist öffentlich — jede hier beschriebene Wortmeldung lässt sich darin selbst nachhören.
Die Grünen Herzogenburg
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