Renaturierungsplan: Programm ohne Inhalt
ÖVP-Verzögerungstaktik gefährdet Niederösterreichs Lebensgrundlagen
Wir kritisieren den vorgelegten Entwurf als zahnlos: LH-Stellvertreter Pernkopf und Bundesminister Totschnig rechnen Handlungsbedarf klein, blockieren echten Bodenschutz und lassen Gemeinden bei Hochwasser und Dürre im Stich
Als „Programm ohne Inhalt; Programm ohne Natur“, bezeichnet unsere Klubobfrau Helga Krismer, den von Bundesminister Norbert Totschnig präsentierten Entwurf für den nationalen Renaturierungsplan. Anstelle verbindlicher Maßnahmen, klarer Zeitpläne und Zuständigkeiten setze die ÖVP weiterhin auf reine Absichtserklärungen, Freiwilligkeit und das Prinzip Hoffnung. „Hitze, Dürre, Klimakrise zeigen uns seit Wochen die massiven Folgen für Niederösterreich auf, wenn wir weiter gegen die Natur arbeiten. Dabei sehen wir doch, wie viel Schatten jeder einzelne Baum bringt, welche Schätze gesunde Böden hervorbringen oder wie viel Wasser ein natürlicher Flusslauf speichern kann. Wenn LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf und Bundesminister Totschnig hier einen zahnlosen Papiertiger vorlegen, stellen sie sich aus rein ideologischen Gründen gegen das Wohlergehen und den künftigen Wohlstand der Menschen in Niederösterreich“, stellt Helga Krismer unmissverständlich klar. „Das sture Beharren auf dem Status quo gibt keine Antworten für die Menschen und löst keine Dürre, kein Hochwasser und keine Asphaltglut. Was es braucht, sind klare Maßnahmen, klare Zuständigkeiten, klare Zeitpläne, wie wir wieder im Einklang mit unserer Natur leben und uns ihre Funktionen nutzbar machen können.“
Bodenschutz und Renaturierung sind Schutz vor Dürre und Hochwasser
Helga Krismer erinnert LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf an seine Verantwortung für Umwelt, Wasserwirtschaft und Katastrophenschutz in Niederösterreich: „Intakte Böden und natürliche Flusslandschaften sind der beste Hochwasserschutz und die einzig wirksame Versicherung gegen Dürre. Jeder Quadratmeter gesunder, unversiegelter Boden wirkt wie ein gigantischer Schwamm, der Starkregen aufnimmt und das Wasser in Trockenzeiten in der Region hält. Stephan Pernkopf muss seine Blockadehaltung endlich aufgeben. Die wirtschaftlichen Schäden des Nichtstuns übersteigen die Umsetzungskosten für echte Renaturierung um ein Vielfaches.“ „Wir Grüne werden in der Konsultationsphase und im NÖ Landtag lautstark Druck machen, damit dieser Entwurf endlich Zähne bekommt“, so Helga Krismer abschließend.