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01.04.2023 Pressemitteilung

Grüne wollen befristete Bausperre für großvolumigen Wohnbau

"Regeln müssen so gemacht werden, dass Ortsbild geschützt und Grünflächen erhalten werden"
Gemeinderat Georg Ecker

„Wenn du wo nicht weiter weißt, gründe einen Arbeitskreis“ – das ist die Antwort der Mehrheitspartei ÖVP in Hollabrunn auf den Dringlichkeitsantrag der Grünen für eine umfassende befristete Bausperre für großvolumigen Wohnbau in der Stadt Hollabrunn und angrenzenden Katastralgemeinden. „Wenn man mit offenen Augen durch Hollabrunn geht, dann sieht man große Veränderungen des Ortsbilds. Nur selten zum Positiven. An jeder Ecke entstehen im Wildwuchs Wohnbauten und mittlerweile erreichen die Interessen der Immobilien-Investoren auch unsere Katastralgemeinden und die Gartenstadt“, sagt GR Georg Ecker von den Grünen. Seine Fraktion hat deshalb in der vergangenen Gemeinderatssitzung einen Dringlichkeitsantrag eingebracht, wonach eine umfassende befristete Bausperre für mehrgeschossigen Wohnbau für die Stadt Hollabrunn und alle angrenzenden Katastralgemeinden zu erlassen sei. Privat-Bauten wären in der Regel von der Bausperre nicht betroffen. “Es ist in Hollabrunn kein Plan erkennbar und dementsprechend leidet unsere Gemeinde sowohl hinsichtlich des Ortsbilds als auch durch den Verlust an Grünflächen. Nachverdichtungen sind gegenüber Neuerschließungen zu bevorzugen. Jedoch muss auch innerstädtisch darauf geachtet werden, dass Grünflächen erhalten bleiben. Durch die Klimakrise steuern wir auf Hitzewellen mit über 40 Grad zu. Da werden wir froh über jeden Quadratmeter sein, der nicht asphaltiert ist“, sagt Ecker.

Die Grünen forderten in der Gemeinderatssitzung begleitend zur Bausperre, dass für die Katastralgemeinden Teilbebauungspläne erarbeitet werden, die auf das Ortsbild und den Erhalt bestehender Grünflächen abzielen. Für Hollabrunn müsse festgelegt werden, dass gewisse Gebiete – wie etwa die Gartenstadt – in ihrem charakteristischen Ambiente erhalten bleiben. „Die Gärten machen die Gartenstadt aus. Daher müssen die Bebauungspläne entsprechend abgeändert werden, damit das bestehende Grün erhalten wird und nicht den Investoren geopfert wird“, sagt Ecker. Der Antrag der Grünen wurde per Gegenantrag abgelehnt. In einem Arbeitskreis solle nun festgelegt werden, unter welchen Bedingungen Bausperren auferlegt werden sollen. „Unser Antrag war angelehnt an die bestehende Bausperre beim Mitterweg und beschlussfähig aufbereitet. Wenn der ÖVP das Ortsbild unserer Katastralgemeinden und die Grünflächen in der Gartenstadt ein Anliegen wären, hätten sie unserem Antrag zustimmen können“, schließt Ecker.

Georg Ecker

Landtagsabgeordneter und Gemeinderat

[email protected]
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