Grün statt Grau? ÖVP löst Versprechen nicht ein
Mit ihrer Presseaussendung „Mehr Grün statt Grau“ erweckt die ÖVP den Eindruck, Wiener Neustadt werde konsequent entsiegelt und klimafit gestaltet. Die Grüne Gemeinderätin Elke Szalai hält dagegen: „Die Realität sieht anders aus: Einzelne, teils kleine und nicht aktuelle Entsiegelungsprojekte werden hervorgehoben, während gleichzeitig neue großflächige Bodenversiegelungen entstehen.“
Die in der Aussendung genannten Projekte, etwa in der Schützengasse, sind grundsätzlich zu begrüßen. Dort wurde eine Fläche vollständig entsiegelt – ein wichtiger Beitrag zum Bodenschutz. Beim aktuellen Projekt am ÖGB-Parkplatz erfolgt hingegen nur eine Teilentsiegelung.
Versiegelung geht ungebremst weiter
Problematisch ist jedoch, dass diesen kleinen Maßnahmen zahlreiche neue weitaus größere Versiegelungen gegenüberstehen. „Im Zehnerviertel, etwa in der Heinrich-von-Neustadt-Gasse, wurden für Wohnhausanlagen zusätzliche Flächen für Zufahrten und Parkplätze versiegelt. Teilweise sind diese größer als die vorgesehenen Grünflächen. Während an einer Stelle einige Quadratmeter entsiegelt werden, entstehen an anderer Stelle neue Betonflächen. So funktioniert ‚Mehr Grün statt Grau‘ nicht“, so Szalai.
„Wer Bodenschutz ernst meint, muss die Gesamtbilanz der Stadt betrachten und nicht einzelne Fleckchen hervorheben.“ Die Grünen Wiener Neustadt fordern daher eine transparente Bodenbilanz: Jede neue Versiegelung muss offengelegt und durch wirksame Entsiegelung mehr als ausgeglichen werden. Stadtplanung muss endlich konsequent auf die Herausforderungen des Klimawandels reagieren.