Bahnhof Himberg – Endspurt mit Fragezeichen
Gibt es eine Schattenseite?
Wer dieser Tage mit dem Rad durch die Unterführung beim Bahnhof Himberg fährt, bekommt einen kleinen Vorgeschmack auf die Neueröffnung: Der Vorplatz wird gerade geschottert und planiert. Was dort allerdings noch fehlt, sind die Bäume. Ob und wie viele davon noch ihren Platz finden werden, wird sich zeigen. Die Grünen haben deren Pflanzung jedenfalls gebetsmühlenartig gefordert. Vielleicht wurde ihr Wunsch ja erhört – ein paar schattenspendende Argumente wären nach dem Hitzesommer jedenfalls nicht die schlechteste Idee.
Erfreulich ist dafür, dass der Zugang zu den Bahnsteigen künftig endlich barrierefrei sein wird. Wer zu Fuß oder mit dem Rad die Unterführung benützt, muss dafür nicht erst den Lift bemühen: Rampen mit mäßiger Steigung führen unter den Gleisen auf die andere Seite. Ein Fortschritt, der eigentlich selbstverständlich sein sollte – bei Bahnhöfen offenbar aber durchaus erwähnenswert ist.
Und nun zum Wichtigsten: Am 16. November, also in knapp zwei Monaten, sollen die Züge der S60 und einzelne REX-Züge wieder in Himberg halten. Damit verkürzt sich die Fahrzeit zum Hauptbahnhof wieder auf erfreuliche 13 bis 15 Minuten. Seit mittlerweile eineinhalb Jahren waren dafür rund 45 Minuten einzuplanen. Eineinhalb Jahre sind lang genug, um sich daran zu gewöhnen – aber auch lang genug, um sich jetzt umso mehr über die Rückkehr zur Normalität zu freuen.
Nach derzeitiger Planung soll die Anzahl der Züge wieder ungefähr dem Stand vor Beginn der Bauarbeiten entsprechen. Bleibt eigentlich nur noch ein kleiner Wunsch offen: dass die Züge nicht nur wieder fahren, sondern möglichst auch einigermaßen pünktlich sind. Denn ein schneller Zug ist vor allem dann schnell, wenn er auch kommt, wann er soll.
Vor der Eröffnung des neuen Bahnhofs werden wir jedenfalls wieder einen Fahrplanauszug erstellen. Dieser wird auf unserer Homepage zu finden sein. Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember gibt es ihn außerdem in der Gemeindezeitung und beim Bürgerservice der Gemeinde.
Bleibt also noch die spannende Frage nach den Bäumen. Denn ein moderner Bahnhof ist schön – aber wenn man nach dem Aussteigen erst einmal Schatten suchen muss, war die Planung vielleicht doch noch nicht ganz fertig.