Abwasserverbands-Kläranlage als Energie-Vorbild für Hollabru
LAbg. Georg Ecker will Nachahmer im Bezirk Hollabrunn anregen: „Mit PV und Speicher können Gemeinden und Bürger:innen Geld sparen"
Grünen-LAbg Georg Ecker besichtigte kürzlich die Kläranlage des Gemeindeabwasserverbands Wolkersdorf-Pillichsdorf-Großengersdorf, um sich über funktionierende Energielösungen zu informieren. Seit 2013 wird hier regelmäßig in Photovoltaik investiert. Der nächste logische Schritt war ein Batteriespeicher, mit dem die Kläranlage an sonnigen Tagen völlig unabhängig vom öffentlichen Stromnetz ist. „So gehen Geld sparen und Klimaschutz Hand in Hand. Der Verband zeigt, wie es geht: Die Energiewende bedeutet konkrete Kosteneinsparungen, die den Bürgerinnen und Bürgern in Form von stabileren Kanalgebühren zugutekommen. Gemeinden profitieren durch niedrigere Energieausgaben. Als Nebeneffekt wird das Stromnetz entlastet — weil die Batterie die Spitzenlasten der Anlage ausgleicht“, sagt Ecker.
Der Speicher fasst rund 1.000 kWh — genug, um die Anlage an einem guten Sonnentag vollständig autark zu betreiben. Laut Berechnungen spart der Verband allein durch den Speicher rund 40.000 Euro pro Jahr. Die Investition, die über eine Bürgerbeteiligung in nur 5 Minuten finanziert wurde, rechnet sich so in nur fünf bis sechs Jahren.
Verbands-Obmann Christian Schrefel lädt nun andere Gemeinden ein, sich zu informieren und das Konzept in ähnlicher Form umzusetzen. „Ich werde mich bemühen, auch für die Kläranlagen-Betreiber im Bezirk Hollabrunn einen Termin zu vereinbaren. So kann man voneinander lernen und Energie sowie Kosten sparen”, so Ecker abschließend.