7-Punkte-Hitzeplan
7-Punkte-Plan für NÖ: „Antworten statt schwitzen, handeln statt mauern“
Wir präsentieren umfassendes Hitzeschutzpaket für Niederösterreich – Kritik an der Tatenlosigkeit von Schwarz-Blau: „Hitze ist gekommen, um zu bleiben. Die Landesregierung darf nicht länger aussitzen!“
Extremhitze, Dürre und die spürbaren Folgen der Klimakrise machen den Menschen in Niederösterreich massiv zu schaffen. Die gesundheitlichen Belastungen treffen vor allem verletzliche Gruppen wie ältere Menschen, Kranke in Spitälern und Pflegeheimen sowie kleine Kinder mit voller Härte. Angesichts der tatenlosen Haltung der schwarz-blauen Landesregierung präsentieren unsereLandessprecherin und Klubobfrau Helga Krismer und der Grüne Landtagsabgeordnete Georg Ecker einen umfassenden 7-Punkte-Plan für wirksamen Hitzeschutz im Land.
„Die Hitze kommt nicht überraschend, sie ist Folge der Klimakrise. Die Menschen da draußen quälen sich durch den Alltag – ob beim Einkauf auf glühendem Asphalt oder in überhitzten Wohnungen. Schatten bringt Kühlung, Wasser bringt Erleichterung. Das weiß jedes Kind. Dennoch schaut Schwarz-Blau tatenlos zu und weigert sich, die bekannten und sachlich begründeten Maßnahmen für mehr Grün, mehr Bäume und weniger Beton umzusetzen. Wer in dieser Situation mauert, handelt rein ideologisch auf dem Rücken der Gesundheit der Niederösterreichinnen und Niederösterreicherein“, betont Helga Krismer.
Der Natur wieder Raum geben: Wasserrückhalt und Renaturierung
Georg Ecker verweist auf die veränderte Landschaft und die Notwendigkeit, sich positive Aspekte der Vergangenheit zurückzuholen. Wo früher Regentonnen, unverbaute Bäche, Überschwemmungsflächen, Baumalleen und Windschutzgürtel in Regionen wie dem Weinviertel Schutz boten, herrscht heute oft Trockenheit und Versiegelung. „Unsere Sorge ist, dass die Landesregierung die Hitzewellen einfach aussitzen will und hofft, dass der nächste Sommer nicht wieder 40 Grad bringt. Dafür ist Politik nicht da! Wir müssen das Wasser in den Regionen und auf den Feldern halten, statt es so schnell wie möglich abzuleiten. Wenn wir Grüne zurück wollen, dann zur Natur. Wir müssen Bäche renaturieren, den Boden vor Austrocknung schützen und unsere Infrastruktur anpassen“, fordert Georg Ecker.
Der 7-Punkte-Plan zum Hitzeschutz in NÖ
- Rückhalt für jeden Regentropfen ist Vorsorge fürs Land: Wasserrückhaltesysteme in den Gemeinden, damit Wasser nicht rasch Region verlässt (Von Regenbehältnissen auf Eigengrund bis hin zu Retentionsflächen und Becken aus Regenwasserkanal) – Renaturierung der Bäche Regionaler und Örtlicher Wassermanagementplan
- Grüne Decke, starker Boden: Agrarböden sind vor Austrocknung zu schützen. Verstärkte Maßnahmen der Begrünung/Zwischenfrüchte sowie Hecken und Landschaftselemente – Bodenschutz ist öffentlichen Interesse
- Alleen kühlen. Alleen verbinden: Baumalleen bei Landesstraßen.
- Weniger Beton, Boden zurückgewinnen: Keine Lücken mehr in der Raumordnung für Flächenverbrauch: Flächenbilanzen und regionale Quoten bei Gewerbegebieten (siehe Wohngebiete wie Grafenwörth oder Vorhaben wie in Leobersdorf) und einen Bodenfonds für Rückwidmungen
- Kühle Wände, kühler Kopf und gute Nächte: Wohnbauoffensive: Hitzeschutz (Außenrollos) und Dämmung mit Sonderförderung WBF für besonders vulnerable Menschen in öffentlichen Einrichtungen wie Pflegeheime und Kliniken, sowie Wohngebäuden; wenn nicht anders möglich, auch Klimaanlagen förderbar
- Kühle Oasen für heiße Tage: Öffentliche Wasserplätze in Gemeinden für die Kleinen und für ältere Menschen
- Mehr Baumkronen fürs Zentrum: Offensive Baumpflanzung in Gemeinden mit Landesförderung. Beschattung durch Natürliche Klimaanlagen. Und gesetzlich muss die Grüne Infrastruktur in der Raumordnung implementiert werden.
Helga Krismer und Georg Ecker unterstreichen abschließend, dass es ein entschlossenes Handeln der Landesregierung braucht, um die Lebensqualität im Land langfristig zu sichern.
„Mit viel Beton und Asphalt wird Niederösterreichs Zukunft nicht gebaut. Sondern mit viel Hirnschmalz gegen die Klimakrise und im Zusammenwirken mit einer intakten Natur für einen Hitzeschutz, der uns alle gesund hält. Wir appellieren an die Landesregierung, diesen Hitzeschutzplan endlich aufzugreifen und umzusetzen“, so Helga Krismer und Georg Ecker abschließend.
Foto von János Venczák auf Unsplash