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am 14. April

Biene wird dem Erdäpfel geopfert

Die Redaktion - Niederösterreich will mehr Erdäpfel produzieren. ÖVP erlaubt Giftmittel „MOCAP15“ gegen Drahtwurm. MOCAP15 tötet Bienen.

In Österreich ist die Zulassung vom Pestizid „MOCAP15“ (Ethoprophos), das gegen den Befall von Drahtwürmen bei Erdäpfeln eingesetzt wird, untersagt.

Kartoffelbauern klagen nun über Ernteeinbußen, sodass Niederösterreich (nach Oberösterreich) von der EU-Notverordnung Gebrauch macht und „MOCAP15“ als Mittel gegen den Drahtwurm erlaubt.

MOCAP15 ermöglicht damit gleichzeitig die vom Handel und FastFoodketten gewünschten „schöneren“ und länger haltbaren Erdäpfeln.

„Die ,schöneren‘ Erdäpfeln haben aber einen Nachteil: MOCAP15 ist wie Glyphosat und die Neonicotinoide ein gefährliches Pflanzengift, das Mensch und Tier – vor allem der Biene – extrem schadet. Die Imkerverbände sind zu Recht aufgebracht“, so Helga Krismer, unsere Klubobfrau und Landessprecherin. 

Sie verurteilt die heimliche Zulassung durch Stephan Pernkopf: „Das ist Klientelpolitik. Pernkopf beschließt ein Gesetz für seine Kartoffelbauern. Ohne Rücksicht auf Natur, Umwelt und die Gesundheit der KonsumentInnen. Solche bienentoxischen Pestizide machen uns vielleicht an Erdäpfeln reicher, aber an biologischer Vielfalt in der Natur ärmer. Und: sie schaden unserer Gesundheit. Das sollte Landesrat Pernkopf alles wissen. Wir haben in Österreich dieses Gift nicht verboten, weil es harmlos ist“, so Helga Krismer bestimmt.

„Wenn der Drahtwurm zu massiven Ernteausfällen führt, wird man eine Lösung finden müssen. An Alternativen zu MOCAP15 wird meines Wissens auch auf Hochdruck gearbeitet. Gifteinsätze lösen vielleicht kurzfristig ein Problem, schaffen aber neue. So bedeutet MOCAP15 wieder vermehrt Gift in unserem Essen und tote Bienen“, warnt sie. 

Helga Krismer will daher einen sofortigen Stopp der Zulassung von „MOCAP15“.

Anfrage dazu an Landesrat Pernkopf

So gefährlich ist MOCAP15

Auszug aus dem Pflanzenschutzmittelregister

  • Lebensgefahr bei Hautkontakt
  • Giftig für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung
  • Bienengefährlich, nicht an Stellen anwenden, an denen Bienen aktiv auf Futtersuche sind. Nicht in Anwesenheit von blühenden Unkräutern anwenden.
  • Giftig für Regenwürmer
  • Jeden unnötigen Kontakt mit dem Mittel vermeiden