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am 21. Dezember 2017

Sag Nein zum AKW-Ausbau in Dukovany!

Die Redaktion - Der grenznahe AKW-Ausbau könnte im Katastrophenfall weite Teile Österreichs verstrahlen. Die Neubaupläne sind unvollständig und unschlüssig. Global 2000 ruft zu einer Einwendung an das tschechische Umweltministerium auf.

Der tschechische Atompark Dukovany liegt nur 31 Kilometer von der österreichischen Grenze entfernt. Nun wurde nicht nur die Betriebslizenz für zwei Reaktorblöcke auf unbestimmte Zeit verlängert (mehr lesen​), der Park soll auch um ein bis zwei neue Blöcke erweitert werden. Durch die örtliche Nähe würde sich ein Katastrophenfall verheerend auf Österreich auswirken: Weite Teile unseres Landes könnten bei einem Störfall verstrahlt werden.

Beunruhigend ist, dass sowohl im November 2017 als auch Ende Dezember 2017 Reaktorblöcke in Dukovany aufgrund von Pannen unplanmäßig vorübergehend abgeschaltet werden mussten. Der Kurier​ berichtet.

Du kannst gegen den Ausbau vorgehen!

Es ist daher wichtig, dass so viele Menschen wie möglich sich gegen die Realisierung dieses Projekts aussprechen. Bis 15. Jänner 2018 kann im Rahmen einer grenzüberschreitenden Umweltverträglichkeitsprüfung (mehr Infos dazu​) eine Einwendung beim tschechischen Umweltministerium eingereicht werden. Die österreichische Umweltschutzorganisation Global2000 ruft dazu auf ihrer Homepage auf und veröffentlicht sogar eine Musterstellungnahme, die das Einreichen der Einwendung kinderleicht macht. (zur Musterstellungnahme​)

Auch wir sagen Nein zum AKW Ausbau in Dukovany und reichen daher folgende Stellungnahme ein:

Massive mängel im akw park festgestellt

Eine Analyse der Umweltschutzorganisation hat nämlich massive Mängel in der vorgelegten Umweltverträglichkeitsprüfung des AKW-Parks Dukovany gezeigt. Darunter unter anderem, dass:

  • es keine Alternativenprüfung gibt,
  • als Referenzprojekte bereits aufgegebene AKWs (und sogar ein AKW, das nicht die vorgegebenen Anforderungen erfüllt) genannt werden,
  • weder Finanzierung, noch Standort, noch Technologie für ein Atommüllendlager geklärt ist,
  • die Wasserversorgung durch den Fluss Jihlava nicht abgesichert ist,
  • und dass nicht erfasst wurde, welcher Reaktortyp tatsächlich gebaut werden wird und welche Unfälle mit diesem möglich sind.
Auf der Website von Global2000 heißt es: „Wir sagen: Abschalten, nicht ausbauen – die bestehenden vier alten Reaktoren gehören stillgelegt, die Neubaupläne sind unvollständig, unschlüssig und unnötig.“

Wenn auch Du nicht möchtest, dass diese Gefahr vor unserer Haustür lauert, dann sag jetzt Nein zum AKW-Ausbau in Dukovany und reiche Deine eigene Einwendung ans tschechische Umweltministerium ein (Erklärung dazu siehe oben).

(Quelle: global2000.at​)

Weitere Infos zum Atompark Dukovany gibt es auf der Homepage des Landes Niederösterreich​​. 

Der Kurier berichtet über die Panne im AKW Park Dukovany am 31.12.2017.