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am 28. January

Kein Steuergeld für „Las Vegas“-Studium!

Die Redaktion - Förderung für „Glücksspiel“ Lehrgang an der Donau-Universität ist der Grüne Schildbürgerstreich des Monats

„Leisure, Entertainment and Gaming Business Management“ heißt der neue Lehrgang an der Donau-Universität Krems (DUK). Konkret bedeutet das Glücksspiel-Management – und das finanziert durch Steuergeld. Für uns wird damit eindeutig eine gesellschaftliche rote Linie übertreten. „Ein derartiger Lehrgang in Niederösterreich ist nicht im Sinne der SteuerzahlerInnen, denn mit dieser Lehre ernten wir nur noch mehr Leid und Gewalt durch die Sucht Glücksspiel“, so unsere Landessprecherin Helga Krismer gemeinsam mit Landtagsabgeordneten Georg Ecker.

Während viele europäische Länder die Gefahr des kleinen Glücksspiels bereits erkannt haben und das Automatenglücksspiel immer stärker einschränken, wird in Niederösterreich die Glücksspielindustrie immer noch gefördert. Und das, obwohl sie im Verhältnis zu den Arbeitsplätzen viel Leid über Menschen bringt und die sozialen Ausgaben erhöht. Denn mit der Glücksspiel-Sucht kommt es zu weiteren sozialen Begleiterscheinungen wie Gewalt generell und vor allem in der Familie.

Landessprecherin Helga Krismer und Landtagsabgeordneter Georg Ecker setzen sich dafür ein, dass kein Steuergeld für den Glücksspiel-Lehrgang verwendet wird.

Weil für den Glücksspiel-Lehrgang an der DUK ein Nachweis von Berufserfahrung notwendig ist, handelt es sich eindeutig um betriebliche Schulungsmaßnahmen. „Wenn Unternehmen wie die Novomatic AG Schulungen ihrer MitarbeiterInnen benötigten, dann mögen sie es ohne Steuergeld selbst organisieren.“, kritisiert Helga Krismer.

Wir bringen daher in der nächsten Landtagssitzung einen entsprechenden Antrag ein und werden die Landesregierung unter anderem auffordern, keine Mittel direkt oder indirekt für das „Las Vegas“-Studium an der DUK frei zu geben. An die Verantwortlichen der Universität appellieren Helga Krismer und Georg Ecker, von diesem Lehrgang zum Wohle des Rufes der DUK Abstand zu nehmen.​​​