Bezirkegruene.at
Navigation:
am 21. August

Grüne NÖ: Novomatic darf in Niederösterreich nicht mehr salonfähig sein

Die Redaktion - Helga Krismer: Sponsorverträge mit Novomatic sind zu kündigen

Vor 14 Jahren wurden von einer Novomatic-Tochter im August 2.500 Automaten beantragt. Die zuständige Landesrätin war auf Urlaub und wehrte sich mit allen Mitteln bis zum Schluss gegen diesen „Routinebescheid“. „Die Würfel waren somit gefallen“, fasst unsere Grüne Landessprecherin die von langer Hand geplanten Kunstgriffe von Novomatic in Niederösterreich zusammen. Der Ruf nach einem eigenen Gesetz für das kleine Glückspiel war laut Regieplan der nächste Schritt von der ÖVP.  2006 wurden einarmige Banditen in Niederösterreich „salonfähig“, ohne Stimmen der Grünen.

„Es möge auch nicht mein Nachteil sein“, gab Christa Kranzl als ehemalige Landesrätin bei einer Einvernahme Jahre später an. Die Worte stammen laut Kranzl vom damaligen Chef Franz Wohlfahrt.

Seit 2006 ist zu beobachten, dass Novomatic „salonfähig“ wurde in Niederösterreich. Die Novomatic ist bei der ÖVP, aber auch anderen Regierungsparteien, ein angesehenes Unternehmen und wird jetzt verstärkt als Sponsor bei ausgelagerten Kulturinstitutionen und – events wie der Kulturpreis des Landes NÖ gerne gesehen. „Kunst und Kultur in Niederösterreich ist nicht kaufbar, um das Image eines Glückspielkonzerns aufzupolieren! Daher sollte sich die ÖVP überlegen, ob Geld, das mit Spielsucht erwirtschaftet wurde, ins Profil des Kultur- und Sportlandes Niederösterreichs passt. Ein Unternehmen, das mit fragwürdigen Vereinen wie dem von FPÖ Tschank Sponsorverträge macht und zu Ehre kam im so genannten Ibiza-Video durch die Aussage des Ex-Vizekanzlers Strache „Novomatic zahlt alle“, passt nicht nach Niederösterreich. Der Kulturbetrieb in Niederösterreich braucht saubere Sponsoren, weil viel sauberes Geld der SteuerzahlerInnen die Basis darstellt.“, schließt Helga Krismer ab.