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am 10. Dezember 2015

365€-Öffiticket auch für NÖ - Jetzt!

Amrita Enzinger - Der neue ÖBB-Fahrplan bringt Verbesserungen für die einen, Verschlechterungen für die anderen. Eines bleibt: Zugfahren ist teuer in NÖ.

Jedes Jahr fürchten vor allem Bahn-PendlerInnen die Umstellung des ÖBB-Fahrplans im Dezember. Auch heuer zeigt sich: Verbesserungen für die Einen bedeuten wieder Verschlechterungen für andere. Und der unmögliche Tarifdschungel bleibt weiterhin bestehen.

Die Verbesserungen, die die Fertigstellung des Hauptbahnhofs mit sich bringt, begrüßen wir. „Auch der 2-Stunden-Takt der Franz-Josefs-Bahn ist erfreulich und die Direktverbindung zum Flughafen Wien-Schwechat ist eine Bereicherung im Öffentlichen Verkehr“, weiß unsere Verkehrssprecherin Amrita Enzinger.

Allerdings darf nicht außer Acht gelassen werden, dass durch das Abziehen der ÖBB-Schnellzüge vom Westbahnhof nach wie vor Versorgungslücken auf der alten Westbahnstrecke vorhanden sind. 

Menschen aus dem Raum Melk, Amstetten, St. Pölten, Böheimkirchen und Neulengbach haben keine ÖBB-Schnellzüge zum Westbahnhof mehr. Sie müssen wesentliche Fahrzeitverlängerungen in Kauf nehmen. 

Auch von Stockerau nach Wien-Mitte fährt man nun mit dem ersten Pendlerzug statt 28 Minuten 39 Minuten. 

Der Regionalexpress 2913 , der Freitags um 13:30 von Wien Meidling nach Wiener Neustadt fährt – also ein klassischer Pendlerzug, wurde ersatzlos gestrichen. 

Der notwendige Viertelstundentakt auf der S7 blieb wieder aus. 

Dürrwien verliert die Haltestelle – schmerzhaft vor allem für SchülerInnen, die nun nach Pressbaum oder Eichgraben pendeln müssen. 

In Lilienfeld müssen SchülerInnen 45 Minuten auf ihren Zug nach Hainfeld warten, um nach Hause zu kommen.

„So sieht die Fahrplangestaltung in Niederösterreich aus. Gemäß dem Motto: Des einen Freud‘, des anderen Leid‘. Das Fahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist zudem teuer. PendlerInnen zahlen für Jahreskarten bis zu 1.600 Euro für ihre Fahrt zur Arbeit und wieder nach Hause. Das verleidet den Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel zusätzlich“, so Enzinger.

Deswegen fordert sie erneut die Einführung des 365€-Jahresticket für alle Öffis in Niederösterreich. „Jeder Mensch zahlt 1€ pro Tag! Egal, wohin er in Niederösterreich fährt! Egal welches öffentliche Verkehrsmittel benutzt wird! Egal zu welcher Uhrzeit! Egal wie oft! Wien und Vorarlberg haben gezeigt: die Nachfrage nach dem 365€-Jahresticket ist ungebrochen und finanziert sich mittlerweile von selbst. Die Zeit ist reif, dieses Ticket auch in Niederösterreich einzuführen!"

Wir sind überzeugt: diese grüne Vision ist machbar! „In weiterer Folge wird das Landesbudget für den öffentlichen Verkehr massiv angehoben, um in den Ausbau der öffentlichen Verkehrswege und –mittel zu investieren. Mit uns Grünen wird es einen Fahrplan geben, der Verbesserungen für Alle bringt! Die ÖVP ist daher schlecht beraten, wenn sie das 365€-Jahresticket für alle Öffis in NÖ und den Ausbau der öffentlichen Verkehrswege weiterhin blockiert“, so Amrita Enzinger.