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am 19. Dezember 2019

Wir küren Schildbürgerstreich des Monats: „Geplante Baurestmassendeponie in Breitensee im Marchfeld“

Die Redaktion - Lagerung von gefährlichen Baureststoffen 505m neben dem örtlichen Kindergarten geplant

Eine ehemalige Schottergrube in Breitensee im Marchfeld soll mit Baurestmassen, möglicherweise mit Asbest und weiteren gefährlichen Stoffen, befüllt werden. Nicht ausgeschlossen können gesundheitliche Auswirkungen durch Lärm und Schadstoffe auf die Bevölkerung werden und unklar bleibt auch der Transport des Materials zur Grube. Durch die angrenzenden Windräder und die Hügellage kann der Staub aufgrund der erhöhten Lage der Deponie in den Ort weiter getragen werden. 

Unsere Landessprecherin Helga Krismer: „Wir müssen in Niederösterreich mehr recyclen und weniger deponieren. Ein derartiges Projekt, wo gefährliche Stoffe und Verwehungen nicht ausgeschlossen werden können, so nahe bei den Menschen zu errichten ist ein Schildbürgerstreich durch und durch. Zu Recht gehen die betroffenen BürgerInnen gegen das Projekt auf die Straße. Das Abfallwirtschaftsgesetz ist ein Bundesgesetz, welches über Landesgesetze wie Raumordnung und Naturschutz drüberfährt. Danke an diese BürgerInnen, die der Politik den Auftrag mitgeben, dass die Gesetze hier enger gefasst werden müssen. Wir nehmen diese ernst“

In der letzten Landtagssitzung haben wir einen Antrag „Verringerung von Deponien durch Erhöhung der Baustoffreste-Recycling-Quote“ im NÖ Landtag eingebracht, dieser wurde von der Mehrheitspartei ÖVP abgelehnt.

Gemeinsam mit den lokalen Grünen, u.a. Bezirkssprecherin Beate Kainz, haben wir die Lage am Donnerstag, dem 19. Dezember besichtigt. Auch die Bürgerinitiative BUM war gemeinsam mit mind. 150 besorgten BürgerInnen von Jung bis Alt samt Pferd, Traktoren und Transparenten dabei Ebenso teilt den Protest der betroffenen Bürgermeister.  Auch die Gemeinde selbst leistet Widerstand gegen das Projekt.

 „Die hohe Windstärke vor Ort hat trefflich gezeigt, wie sehr die naheliegenden Siedlungen von möglich aufsteigenden Staubwolken betroffen sein könnten. Heißt es demnächst: Asbest bald „vom Winde verweht“? oder wie soll man den Menschen erklären, dass die Lagerung von gefährliche Baureststoffe 505m entfernt vom örtlichen Kindergarten geplant ist. Bauwerber und das Land NÖ sind aufgefordert, dieses Projekt schleunigst zu überdenken und die Sorgen der betroffenen BürgerInnen erst zu nehmen“, schließt Helga Krismer ab.

Bernhard Tucek (Grüne Marchegg), Beate Kainz Bez. Sprecherin, Nikica Grubesic (BI), Helga, Georg Steiner (Grüne Marchegg), Albert Dlabaja (Grüne Hohenau), Roswitha Zobl (BI)