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am 24. Juli

Helga Krismer: Rückkehr des Wolfes ist Erfolgsgeschichte für NÖ

Die Redaktion - Landesregierung soll sich zum Artenschutz bekennen

Zum zweiten Mal hat es bei den Wölfen am Truppenübungsplatz Allentsteig (Bezirk Zwettl, Waldviertel) Nachwuchs gegeben. Der WFF hat sechs weitere Jungtiere bestätigt. Und schon schreien die Medien und Jäger nach Abschießen und erneuter Ausrottung dieser geschützten Tiere. Die Klubobfrau der Grünen Niederösterreich Helga Krismer zeigt sich dazu empört: „Es soll anscheinend keinen Platz für Wildtiere in Niederösterreich geben. Auch von der Landesregierung und Landesrat Pernkopf hört man „entsprechende Maßnahmen zur Bestandsregulierung“. Was ist damit gemeint? Will man hier europaweit geschützte Tiere abschießen?“

Schon Anfang des Jahres zeigte der Landesrat wie er mit dem Thema Artenschutz in NÖ umgeht: Das Land gab 40 Fischotter zur Tötung frei und Pernkopf beugte sich damit den wirtschaftlichen Interessen der Fischerei. Doch wie Fischotter gehören auch Wölfe zu jenen Arten, die ihren Bestand über das Angebot an Lebensraum und Nahrung selbst regulieren.

„Es braucht beim Wolf in Niederösterreich Managementpläne, die längst erprobt in anderen Ländern angewandt werden und damit ein Bekenntnis zum Artenschutz. Ebenso muss es vom Land Entschädigungsmaßnahmen für Landwirte und eine Ausbildung zum Thema Herdenschutztiere geben. Doch wir dürfen nicht den Blick auf das Wesentliche vergessen: Die Rückkehr des Wolfs in unser Bundesland ist eine Erfolgsgeschichte für Niederösterreich.“, so Helga Krismer abschließend.

Unten: Eindrücke Besuch von Helga Krismer im Wolf Science Center Ernstbrunn (c) Christian Dusek