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am 17. Februar 2014

„Fracking“ ist nicht vom Tisch

Die Redaktion - Ein Thema im Weinviertel ist und bleibt die Angst vor Schiefergasbohrungen. 4 Bürgerinitiativen vor Ort und wir Grüne sorgen aber dafür, dass die OMV nicht einfach so „losbohren“ kann.

Amrita Enzinger und Helga Krismer mit Bürgerinitiativen die sich gegen Fracking aussprechen
v.l.n.r.: Amrita Enzinger, Martina Pürkl (BI Brennnessel, BI gegenGift), Susanna Machac (BI SchiefesGas), Anita Brandstetter (BI Brennessel, BI gegenGift), Renate Vacha (BI A5 Mitte, BI Risiko Gas), Ingrid Aigner (BI SchiefesGas), Klubobfrau Helga Krismer

Das Vorhaben der OMV im Weinviertel nach Schiefergas zu bohren – und zwar mit der umstrittenen Methode des Fracking – ließ 2012 in der Region die Wogen hochgehen (siehe auch „Grüne Schwerpunkthemen“). Sofort vernetzte sich damals unsere Abgeordnete Amrita Enzinger mit jenen Menschen, die als Bürgerinitiativen das nicht zulassen wollten. 

Gemeinsam haben wir erreicht, dass bis heute nicht gebohrt wird – obwohl sich die OMV für die Bohrungen versucht in Stellung zu bringen und glaubt, die Bevölkerung würde es nicht merken. Mit Petitionen (unter anderen übergeben an Nationalratspräsidentin Barbara Prammer) und vielem medialen Druck (auch durch Greenpeace und anderen NGOs) wurde das Thema dann sogar im Nationalrat behandelt. ÖVP und SPÖ beschlossen aber leider nur ein Pseudo-Frackingverbot. „Sobald von Experten Fracking als unbedenkliche Methode dargestellt oder eine neue Methode – dem Fracking ähnlich – eingesetzt wird, sind Schiefergasbohrungen wieder jederzeit möglich. Genau diese Hintertür haben sich ÖVP und SPÖ nämlich offen gehalten“, weiß Amrita Enzinger noch zu gut.Hilfreich für den Riesenkonzern OMV ist dabei die Forschungskooperation der OMV mit der Montanuni Leoben. 

Währen der Landtagswahlen und der Nationalratswahlen 2013 waren ÖVP und SPÖ bemüht, die Menschen im Weinviertel in Sicherheit zu wiegen.„Es heißt aber jetzt besonders wachsam zu bleiben“, weiß die Grüne Klubobfrau Helga Krismer.Und genau darum ging es bei dem jüngsten Treffen zwischen Grüne und der Bürgerinitiative Brennnessel, BI gegenGift, BI SchiefesGas und der BI Risiko Gas. Mit dabei war auch die BI A5 Mitte, die sich nicht nur gegen den Bau der A5 ausspricht. 

Helga Krismer machte gleich zu Beginn deutlich, dass sie über den immens starken Auftritt gegen Fracking seitens der Bevölkerung im Weinviertel beeindruckt ist: „Ich weiß wie viele Stunden man zum Einlesen in komplexe Themen und für die Recherche braucht. Es gehört viel Herzblut dazu, sich für seine und die Lebensqualität anderer – in Eurem Fall einer ganzen Region – in seiner Freizeit zu engagieren. Euch gebührt daher viel Respekt!“ 

Vereinbart wurde bei diesem Treffen, dass man nun auch die neue Bundesregierung in die Pflicht nehmen möchte. Parlamentarische Anfragen an die zuständigen Minister, aktuelle Petitionen und regionale Initiativen sollen dafür sorgen, dass wir doch noch ein absolutes Verbot für Schiefergasbohrungen in ganz Österreich erreichen.