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am 15. November

Hände weg von unseren Nationalparks!

Die Redaktion - Ungeklärte Flughöhen für das Überfliegen von Niederösterreichischen Nationalparks bringen die NÖ Landschaftsschutzgebiete und die dort beheimateten Lebewesen in Gefahr. Unsere Forderung: Die Flugrouten müssen der Natur angepasst werden, nicht die Natur den Flugrouten!

Eine Novelle des NÖ Nationalparkgesetzes soll diese Woche den Landtag passieren. Im Vorfeld ist Aufregung rund um die derzeit nicht geregelte Flughöhe und das Überfliegen der Schutzzonen entstanden. Unsere Landessprecherin Helga Krismer macht nun deutlich: „Hände weg von der geschützten Kernzone im Nationalpark! Die Flugroute muss selbstverständlich an die Kernzone des Nationalparks angepasst werden.“ Denn Störungen durch Fluglärm wirken sich vor allem auf die dort lebenden Greifvögel bedrohlich aus: ihr Bruterfolg, die Verfassung der Jungtiere, die Nahrungsaufnahme und das Ruheverhalten in und außerhalb der Brutzeit der Vögel werden nämlich schon massiv gestört, lange bevor die Flugobjekte in Sichtweite sind.
 
Hinter den Änderungswünschen vermutet unsere Landessprecherin ganz andere Motive. „Hier handelt es sich wohl um eine „Lex 3. Piste“, lautet ihre Vermutung, da es im Zuge des Flughafenausbaus immer mehr Überflüge innerhalb der Flugrouten über den Nationalpark geben wird. „Naturschutz ist höher zu bewerten als die Flugrouten der Austro-Control. Für so eine Novellierung, die nur Einzelinteressen den Vorzug gibt, wird es von unserer Seite keine Starterlaubnis geben, denn damit hätte das hochwertige Schutz- und Erholungsgebiet keinen höheren Stellenwert als ein Acker“.

Helga Krismer in der Eulen- und Greifvogelstation Haringsee.