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am 9. Juni

Kindergarten muss für alle da sein

Die Redaktion - Unser Bildungssprecher Georg Ecker kritisiert nötigen „Berufstätigkeitsnachweis“ für Sommerbetreuung in NÖ

Während Niederösterreichs Kindergärten auf Druck der Grünen diesen Sommer erstmals durchgehend geöffnet haben sollen, ist das in vielen Gemeinden nur für gewisse Kinder der Fall. „Uns sind Fälle aus dem ganzen Land bekannt, wonach Eltern eine Bestätigung über ihre Berufstätigkeit und oft sogar über eine Urlaubssperre vorlegen müssen, wenn sie den Kindergarten im Sommer in Anspruch nehmen wollen. Das ist inakzeptabel“, sagt Georg Ecker, unser Bildungssprecher.

 Dies sei für den gesamten Zeitraum von neun Wochen im Sommer der Fall. Ecker verweist auf die soziale Funktion des Kindergartens und, dass dieser nicht nur als Betreuungs- sondern in erster Linie auch als Bildungseinrichtung zu sehen ist. „Es darf keine Benachteiligung von Kindern geben, nur weil ein Elternteil gerade nicht berufstätig ist“, sagt Ecker. Oftmals sei dies der Fall, weil ein Elternteil in Karenz ist und die Betreuung des kleineren Geschwisters übernimmt. 

„Gerade in dieser Situation ist der Kindergarten auch eine enorme Erleichterung für den betreuenden Elternteil, etwa wenn Arztbesuche nötig sind oder Einkäufe erledigt werden müssen. Es ist auch ein Bedürfnis von Kindern, in ihren Kindergarten zu gehen, insbesondere bei Einzelkinder ist das durchaus möglich. Auch Kinder haben Bedürfnisse wie mit gleichaltrigen in Gruppen zu sein.“ Die Ausrede des Landes NÖ, wonach in Härtefällen eine Betreuungsmöglichkeit auch ohne Berufstätigkeitsnachweis möglich sei, lässt Ecker nicht gelten. 

„Den Kindergarten in Anspruch nehmen zu können, darf kein Almosen sein, sondern muss für alle Familien möglich sein“. Er fordert das Land NÖ daher auf, umgehend zu handeln. „Wir fordern eine deutliche Weisung vom Land, dass die NÖ Kindergärten grundsätzlich für alle Kinder verfügbar sein müssen“, sagt Ecker.