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am 18. März

Landtag verpasst Chance für mehr Gerechtigkeit für Frauen in Niederösterreich

Die Redaktion - Grüner Antrag für ein umfassendes Paket bezüglich Gleichstellung von Frauen und gegen Benachteiligungen im NÖ Landesdienst wurde abgelehnt

Am 8. März dieses Jahres feierte man in NÖ 110 Jahre Internationalen Frauentag. „Lobreden, nette Aussendungen sind das eine – echte Frauenpolitik zu machen, eine andere Sache. Denn wenn es um die Gleichstellung von Frauen und die Beseitigung von Benachteiligungen im NÖ Landesdienst geht, dann gehen Schwarz-Blau im NÖ Landtag auf Tauchstation“, so unsere Frauensprecherin Silvia Moser. Die Grünen NÖ fordern in der heutigen Landtagssitzung, dass das Land Niederösterreich ein Vorbild für Gendergerechtigkeit wird. Damit schnüren wir ein umfassendes Paket für mehr Gerechtigkeit und fordern die NÖ Landesregierung auf: 

  • die Besoldungsschemen im NÖ Landesdienst in den Sozial-, Bildungs- und Pflegeberufen so zu gestalten, dass diese Berufe für Frauen UND auch für Männer attraktiver werden,
  • in allen Unternehmungen im Eigentum oder mit Beteiligung des Landes NÖ in sämtlichen Gremien (Aufsichtsräte, Beiräte, Vorstände, etc.) eine 50%ige Frauenquote einzuführen, 
  • auf Unternehmungen mit Landesbeteiligungen dahingehend einzuwirken, dass eine vollständige Lohntransparenz gewährleistet ist und  
  • dem NÖ Landtag neuerlich einen aktuellen NÖ Frauen- und Gleichstellungsbericht vorzulege, in welchem auch der Landesdienst sowie landeseigene und landesnahe Unternehmungen betrachtet werden.

„Eines steht fest, die Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männer in Österreich sind weiterhin noch deutlich. Gründe dafür sind unterbrochene Erwerbsbiographien durch Karenzzeiten, Teilzeitquoten und die Erwerbstätigkeit in schlechten bezahlten Branchen. Im Fall von Jobverlust, Krankheit oder in der Pension sind Frauen in der Folge schlechter abgesichert als Männer.

„Das Land NÖ ist wichtige Dienstgeberin in Niederösterreich und verpasst durch die heutige Ablehnung von ÖVP und FPÖ seine Vorbildfunktion. Gerade Frauen sind es, die unsere Gesellschaft durch die Corona-Ausnahmesituationen bringen und deren Leistungen schnell wieder vergessen werden. Schwarz-Blau und damit das Land NÖ haben weiterhin massiven Aufholbedarf und sollten rasch ihre alten Rollenbilder ablegen. So schaut Gerechtigkeit für Frauen in Niederösterreich nicht aus!“, ergänzt Silvia Moser.

Ein Mädchen im Heldinnenkostüm