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am 19. April 2012

Was ist eigentlich Syntegration?

- Ein Wunderkonzept soll es sein, ein Garant für mehr Geld im Gemeindebörsl. Wir sagen: Fachliche Beratungen für Gemeinden gibt es beim kommunalen Dokumentationszentrum wesentlich billiger.

"Syntegration" ist gerade in Mode. Konkret ist Syntegration eine eingetragene (eigentlich Kommunikations-) Methode der Schweizer Firma Malik, die den Gemeinden das Sparen lehren will. Was wir als Grüne davon halten, haben wir schon deutlich gemacht: Nämlich nichts. Diese Methode ist für die Grüne Finanzsprecherin im NÖ Landtag, Helga Krismer, eine Philosophie zum Diamantenpreis, die sich die NÖ Gemeinden derzeit lieber sparen sollten, weil zu teuer und kein Garant für mehr Geld im Gemeindebörsl.

Auf Syntegration verzichten und damit 100.000 Euro sparen!

Finanzjongleur VP-Landesrat Wolfgang Sobotka hingegen ist ein Fan dieser Methode und präsentierte heute "seine" Ergebnisse aus den Pilotgemeinden Tulln und Korneuburg. Sobotkas Aussage, Syntegration trage zur "nachhaltigen Sanierung von Gemeindefinanzen" bei, stößt bei Krismer einmal mehr auf große Verwunderung: "Von diesem Deal profitiert vermutlich vor allem einer -  das Unternehmen Malik selbst", so Krismer.

Für die Gemeinden gibt es deutlich kostengünstigere Sparmöglichkeiten - von Nachhaltigkeit ist bei diesem angeblichen 'Wunderkonzept' jedenfalls nichts zu spüren. "Wirklich sparen könnten Gemeinden, indem sie auf Syntegration verzichten", weiß die Grüne Landtagsabgeordnete Helga Krismer. Immerhin mussten die Pilotgemeinden Tulln und Korneuburg einen Beitrag von jeweils 100.000 Euro zahlen, um überhaupt teilnehmen zu können.

Hausverstand statt komplizierte Finanzdeals

"Fachliche Beratungen für Gemeinden gibt es beim kommunalen Dokumentationszentrum wesentlich billiger.  Hausverstand und Vernunft, aber auch Strukturreformen innerhalb der Gemeinde, sind zurzeit ohnehin viel mehr gefragt als komplizierte Finanzgeschäfte", rät die Grüne Finanzsprecherin Helga Krismer abschließend.​