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am 21. Februar

Parteipolitik raus aus unseren Schulen!

Die Redaktion - Trotz den besten Voraussetzungen wird eine Pädagogin aus St. Pölten Land bei der Nachbesetzung des Direktoriumposten übergangen - vermutlich wegen ihrer Parteizugehörigkeit. Helga Krismer: "Dieses Beispiel zeigt ungeniertes Hineinregieren der ÖVP in den Bildungsbereich auf Kosten der SchülerInnen!“

Wenn die Parteizugehörigkeit die Richtige ist – sprich schwarz - dann geht es in Niederösterreich leichter. Das beweist ein aktueller Fall bei der Nachbesetzung von einem Schuldirektoriumsposten im Bezirk St. Pölten Land.

Das Lehrerkollegium sowie Eltern und Schüler haben sich jetzt an unsere Klubobfrau Helga Krismer und unseren für Bildung zuständigen Landtagsabgeordneten Emmerich Weiderbauer gewandt. Trotz bester Qualifikation, einem Hervorragenden Hearing, persönlichem Wunsch der Schüler- und Elternvertretung und jahrelanger Erfahrung an ihrer Schule wurde eine Pädagogin bei der Nachbesetzung vermutlich wegen mangelnder „ÖVP Parteizugehörigkeit“ übergangen. Für Helga Krismer eine unglaubliche Vorgangsweise, die aber in Niederösterreich die tägliche Praxis ist: 

„Ich bin ehrlich schockiert, wie weit wir von der Objektivierung der Qualifikation zum Schaden der SchülerInnen entfernt sind. Wenn die Parteizugehörigkeit die Richtige ist, dann geht es leichter in Niederösterreich!“

Krismer macht ihrem Ärger deutlich Luft. „Der aktuelle Fall beweist, dass die Machtbesessenheit der Landes-ÖVP keine Grenzen kennt und auch vor den Schultoren nicht Halt macht. Das Hineinregieren der Regierungspartei im Bildungsbereich zeigt was die ÖVP tatsächlich von Demokratie, Bildungsreform und Transparenz bei Postenvergabe hält. Diese Vorkommnisse dürfen nicht passieren und ich erwarte mir eine Stellungnahme der zuständigen Landesrätin.“, so Krismer deutlich. 

Und sie ärgert sich auch über einen weiteren Aspekt. „Wie ich vom Kollegen Emmerich Weiderbauer erfahren musste, ist es auch ganz normal, dass sich BewerberInnen mit einem Maulkorb versehen lassen müssen“, spricht Krismer auch offen an, dass Betroffene, die sich gegen die Praktiken wehren mit disziplinären Konsequenzen zu rechnen haben.