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am 15. November 2020

Kein Kind darf abgewiesen werden

Die Redaktion - Grünen-Bildungssprecher Georg Ecker hält an Position für hybriden Unterricht fest

Kein Kind darf diesmal in einer NÖ Bildungseinrichtung abgewiesen werden“, stellt unser Bildungssprecher LAbg. Georg Ecker angesichts der kürzlich angekündigten Maßnahmen der Bundesregierung fest. In Niederösterreich sind Fälle aus dem Frühjahr bekannt, wonach Familien in Kindergärten und Schulen eine ausführliche Begründung für die Notwendigkeit der Betreuung liefern mussten und einigen Kindern der Weg in den Kindergarten bzw. die Pflichtschule sogar verwehrt wurde. „Wir fordern die NÖ Landesregierung daher auf, dass alle Kinder die Möglichkeit haben sollen, die niederösterreichischen Bildungseinrichtungen zu besuchen und dort nicht nur eine qualitative Betreuung, sondern auch pädagogische Angebote sichergestellt werden“, sagt Grünen-Bildungssprecher Georg Ecker. Ecker sieht die Bundesregelung mit gemischten Gefühlen.

„Zu begrüßen ist aus unserer Sicht, dass es neben der Sicherstellung einer Betreuung vor Ort – im Unterschied zum Frühjahr – auch eine Lernunterstützung und damit pädagogische Betreuung vor Ort gibt“, sagt Ecker. Dieses Angebot sei insbesondere für jene Schülerinnen und Schüler wichtig, die im Frühjahr Probleme hatten, dem Unterricht über distance learning zu folgen. Um die Bildungsschere nicht weiter zu öffnen, hätten demnach auch die Schulen künftig die Möglichkeit, gezielt Kinder anzusprechen. „Damit soll sichergestellt werden, dass Kinder mit speziellem Förderbedarf nicht weiter an Boden verlieren“, sagt Ecker.

Insgesamt hätten die Grünen NÖ aber eine andere Lösung bevorzugt. „Diese insbesondere auf Betreiben des Kanzlers gesetzten Maßnahmen im Bildungsbereich sind aus unserer Sicht zu weit reichend“, stellt Ecker fest. „Wir sind nach wie vor der Meinung, dass ein hybrider Unterricht unter klaren und strengeren Präventionsmaßnahmen – Stichworte Schichtbetrieb, Ausweitung der Testungen, Ausweitung der Maskenpflicht, Aktivitäten im Freien – der bessere Weg gewesen wäre. Wir rufen daher insbesondere den zuständigen Bildungsminister, aber auch die Länder, auf, die nächsten drei Wochen zu nutzen, um die Möglichkeit eines derartigen Unterrichts bei allfälligen weiteren Pandemie-Wellen sicherzustellen“, sagt Ecker. Mit hybridem Unterricht könnten Schüler*innen gemeinsam mit ihren Familien selbst entscheiden, ob einem Regel-Unterricht an der Schule oder zu Hause gefolgt werden würde. „Das muss die letzte Einschränkung in diesem Ausmaß im Schulbereich bleiben“, stellt Ecker in Richtung Bildungsministerium und Land NÖ klar.

Der Grünen-Bildungssprecher richtet auch ein Wort des Danks an die Eltern, Schulleitungen, Lehrerinnen und Lehrer, die diese Maßnahmen nun umsetzen müssen sowie an die von dieser Pandemie besonders betroffenen Kinder und Jugendliche. „Gerade in jungem Alter, in der Pubertät und in den Jahren danach, sind soziale Kontakte besonders wichtig. Jugendliche haben früh gelernt, ihre Kontakte zum Teil online wahrzunehmen. Das Fehlen von persönlichen Kontakten führt dennoch bei vielen jungen Menschen zu psychischen Problemen. Wir möchten daher betonen, dass dies besonders für Kinder und Jugendliche eine herausfordernde Zeit ist und ihnen auch fürs große Verständnis und die Solidarität, die viele junge Menschen zeigen, danken“, sagt Ecker.