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am 13. September

Helga Krismer in Königsbrunn - Spekulationshaie bedrohen Lebensqualität mit Großprojekt

Die Redaktion - Spekulationshaie bedrohen mit Großprojekt Lebensqualität einer dörflichen Struktur -Landessprecherin und Vizebürgermeisterin aus Baden bei lokaler Bürgerinitiative zu Gast

Im kleinen ländlichen Dorf Königsbrunn bei der Gemeinde Enzersfeld im Weinviertel droht ein Bauprojekt mit 27 Häusern auf 8000m2 das örtliche Ortsbild unwiderruflich zu zerstören. Bei einem Lokalaugenschein auf Einladung der engagierten Bürgerinitiative machen sich unsere Landessprecherin Helga Krismer und die Weinviertel-Spitzenkandidatin für die Nationalratswahl Alexandra Adler ein Bild von der Situation.

Helga Krismer: 

„Als Vizebürgermeisterin von Baden ist mir der Druck der Spekulationshaie der Bauindustrie auf die Umlandgemeinden um Wien mehr als ein Begriff. Nur gute Bebauungspläne und Flächenwidmungspläne sowie mutige Bürgermeister*innen können diesem Druck von Seiten der Spekulanten standhalten. Über 600 Unterschriften zeigen den Widerstand der Bevölkerung gegen so ein Großprojekt. Diese Sorgen und Ängste muss man ernst nehmen. Es kann nicht sein, dass Königsbrunn mit nur 633 Einwohnern so ein Projekt vor die Nase gesetzt wird. Niemand ist gegen eine ausgewiesene Bebauung, aber sie sollte immer mit Maß und Ziel sowie im verträglichen Maße gesetzt werden. Unbedingt ist hier auf die dörfliche Struktur, das Ortsbild und die Einbindung in das Gefüge der Landschaft zu achten.“

Für Nationalratskandidatin Alexandra Adler ist auch klar: "Dem zunehmenden Baudruck in den Wien-nahen Gemeinden (wie z.B. entlang der S1) müssen wir mit einem ordentlichen Leerstandsmanagement entgegen treten“.

Die örtliche Bürgerinitiative setzt jetzt unter anderem auf ein Gutachten im Bereich des Ortsbildes, welches ihre Bedenken bestätigt, und hofft auf ein Einlenken der Politik, damit die Verbauung der Fläche in einem verträglichen Rahmen bleibt.

„Auf keinen Fall dürfen solche Projekte zu einer Überforderung des Ortes führen, Ziel kann es in diesem Zusammenhang nur sein, eine angemessene und dem Ortsbild entsprechende Bebauung zu verordnen. Die Politik ist aufgefordert, mit ihren Instrumenten der Bau- und Raumordnung entsprechend die dörfliche Struktur zu erhalten“, schließen Helga Krismer und Alexandra Adler ab.