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am 18. Dezember 2020

Landtag verweigert Bekenntnis zur Gedenkkultur und Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus

Die Redaktion - Schwarz-Blau verhindern Gedenkstätten und Erinnerung an verfolgte, vertrieben bzw. ermordete MitbürgerInnen

In der NÖ Landtagssitzung brachten die Grünen NÖ einen Antrag zur Errichtung von Gedenkstätten/-tafeln für die Opfer des Nationalsozialismus sowie für WiderstandskämpferInnen ein. „Unter der Diktatur der Nationalsozialisten waren in NÖ Gemeinden viele jüdische MitbürgerInnen der systematischen Vertreibung und Vernichtung ausgesetzt. Obwohl die betroffenen Familien und deren Schicksal großteils bekannt sind, gibt es in zahlreichen Gemeinden bisher kein Mahnmal für die Opfer dieser Naziverbrechen“, so unsere Landtagsabgeordnete Silvia Moser aus Zwettl.

Für uns liegt die Bedeutung von Gedenkstätten nicht nur im Sichtbarmachen von geschichtlicher wissenschaftlicher Forschung, sondern auch von Antisemitismus – ein Thema, das nach wie vor in unserer Gesellschaft präsent ist. Nationalpräsident Wolfgang Sobotka setzt sich immer wieder für das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus ein und betont dabei vor allem die Wichtigkeit der Wahrung der Menschenwürde. Daher ist es unerlässlich, die Geschichte darzustellen, sich zu erinnern und zu gedenken. Das Geschehene darf sich nicht wiederholen! ÖVP und FPÖ lehnten dieses wichtige Ansinnen der Grünen heute ab.

Schwarz-Blau verhindern damit das Gedenken und Erinnern an unsere verfolgten und ermordeten MitbürgerInnen in Niederösterreich. Unverständlich, wie hier der kritische Umgang mit der eigenen Geschichte und Verantwortung verweigert wird. Wir werden weiterhin für ein stärkeres Bewusstsein diesbezüglich kämpfen“, zeigt sich Silvia Moser vom Abstimmungsergebnis enttäuscht.