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27.03.2024 Gemeinde-News

Hipp­le­ser Trift

Schrecklicher Kahlschlag

Aus gegebenem Anlass greife ich in meinem Editorial auf einen Artikel aus unserer Grünen Zeitung (Ausgabe 2/2020) zurück und erinnere: Bereits bei der ersten Gemeinderatssitzung nach unserem Antreten, haben wir deutlich den nicht zeitgemäßen Waldwirtschaftsplan in Großrußbach bemängelt (v.a. fehlende Naturzonen) und mittels Dringlichkeitsantrag darum ersucht, den Plan nochmal zu überarbeiten und zukunfstfähige naturschützende,- schonende Aspekte miteinzubeziehen. Wir Grüne haben als einzige Partei im Gemeinderat, gegen die vorgesehenen Maßnahmen, die zuerst einmal in Karnabrunn und Hipples anstanden, gestimmt. Gleichzeitig haben wir Ideen zur Optimierung eingebracht, in der Hoffnung das „wir gemeinsam“ an einer Verbesserung arbeiten. Laut damaliger Aussage des Bürgermeisters liegt der Plan bereits seit Jahren so vor und soll nun auch entsprechend umgesetzt werden. Ich frage jetzt: Ist ein unzeitgemäßer „Masterplan“ festzementiert und warum weigert man sich in der ÖVP GRB anzuerkennen, dass nicht alles, was vor  -zig Jahren als gut und richtig gegolten hat, auch heute noch angemessen bzw. notwendig ist?! Liebe ÖVP, es zählt nicht immer nur die eigene Sichtweise bzw. die Einzelner (Gruppen), weil zahlen müssen wir alle dafür, wenn vorneweg politische EntscheidungsträgerInnen, naturschutzfachliche Empfehlungen/ Notwendigkeiten, die seit Jahren bekannt sind, komplett ignorieren und teilweise veraltete Umsetzungsmethoden empfehlen bzw. zulassen. Erschüttert hat mich vor allen Dingen, dass Einzelne in Hipples, angesprochen auf den fürchterlichen Kahlschlag, der da passiert ist, achselzuckend antworten: „Des woa scho imma so und wochst eh wieda noch“. Nein meine lieben MitbürgerInnen: vieles wächst eben nicht mehr nach und vor allem nicht so schnell, wie wir es brauchen würden. Gerade in Zeiten von Regenarmut, steigender Temperaturen und Trockenheit, droht eine weitere Versteppung unserer Böden. Auch aus diesem Grund müssen wir unsere Büsche und Bäume (auch die kleinen, wild gewachsenen) sorgfältig und umsichtig pflegen und bearbeiten, damit sie (uns) lange erhalten bleiben, für eine gesunde Natur und Umwelt – allen voran auch für unsere Kinder und Kindeskinder.

Silvia Bayer

GF-Gemeinderätin, Klubsprecherin
Klimaschutz fängt vor der eigenen Haustüre und in unseren Gemeinden an!

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