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23.11.2023 Pressemitteilung

Bo­den­schut­zi­ni­tia­ti­ve

Ablehnung von ÖVP und FPÖ

Bodenschutzpaket und Einsatz für das österreichweite 2,5-Hektar-Ziel gefordert

Der Grüne Klub im NÖ Landtag setzt sich durch Anträge konsequent für ein umfassendes Maßnahmenpaket zum Schutz des Bodens ein und fordert von Niederösterreich ein klares Bekenntnis und die Unterstützung des österreichweiten Ziels von 2,5 Hektar Bodenverbrauch pro Tag. Unsere Klubobfrau Helga Krismer betont die Notwendigkeit: „Unser Boden ist eine begrenzte Ressource und bedarf daher dringend Schutz. Die Bodenversiegelung in Niederösterreich ist alarmierend hoch und muss reduziert werden. Die bestehende Raumordnung reicht nicht aus, um der Versiegelung effektiv entgegenzuwirken. Daher appellieren wir an die Landesregierung von ÖVP und FPÖ, zügig umfassende Maßnahmen zum Bodenschutz zu ergreifen. Diese sollten unter anderem eine Datenbank für Baulandreserven, ein Nutzungsgebot für Leerstand in Betriebs- und Industriegebieten, die Einführung einer Leerstandsabgabe sowie rasche Maßnahmen zur Entsiegelung des Bundeslandes durch Versickerungsflächen umfassen. Ein integraler Bestandteil des Maßnahmenpakets ist die Einrichtung eines NÖ Bodenfonds.

 

Der zweite Antrag des Grünen Klubs im NÖ Landtag fordert eine verbindliche Förderung des Bodenschutzes in Niederösterreich, um das österreichweite Ziel von 2,5 Hektar Bodenverbrauch pro Tag zu unterstützen. Krismer erklärt: „Nachbarland Oberösterreich hat bereits die Ablehnung dieses Ziels kundgetan. Wir setzen uns nun dafür ein, dass Niederösterreich sich klar zu dieser Maßnahme bekennt und den Bodenverbrauch einschränkt. Unser Bundesland verfügt über eine einzigartige Vielfalt an Böden, die für Natur und Mensch von großer Bedeutung sind. Jedoch führen Bodenversiegelungen durch Gewerbegebiete und andere Baumaßnahmen zu einer Vielzahl von negativen Folgen, wie Überschwemmungen, Verlust der Biodiversität und Lebensmittelknappheit. Wir appellieren an die Regierung, ihre überholte Politik zu überdenken und sich eindeutig gegen die Überbauung unseres Bundeslandes zu positionieren. Trotz der Ablehnung unserer Anträge durch die ÖVP und FPÖ lassen wir uns nicht entmutigen und werden weiterhin vehement die Partei sein, die unsere kostbaren Böden gegenüber den betonlastigen Parteien verteidigt“, so Helga Krismer.

Die Redaktion
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