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28.03.2022 Gemeinde-News

GRÜ­NE gehen nach Trup­pen­übungs­platz-Brand auf die Bar­ri­ka­den

GRÜNE gehen nach Truppenübungsplatz-Brand auf die Barrikaden

Bezirksblätter vom 28.3.2022 – Hr. Schabauer

 

Silvia Moser und Martin Litschauer: “Auch das Bundesheer hat sich an geltende Waldbrandverordnung zu halten”

ZWETTL. Bei Artillerie-Schießübungen ist am Samstag am Truppenübungsplatz in Allentsteig ein Waldbrand ausgebrochen. Die Grüne Landtagsabgeordnete Silvia Moser und der Grüne Nationalrat Martin Litschauer, beide aus dem Waldviertel, zeigen sich anlässlich der Brände am Truppenübungsplatz Allentsteig entsetzt: “Es herrscht akute Waldbrandgefahr in NÖ. Und trotzdem schoss man am Truppenübungsplatz in Allentsteig. Kein Wunder, dass hier ein Feuer ausgebrochen ist. Nach 1,5 Tagen brennt es weiter und dicke Rauchschwaden überziehen das Waldviertel. Es schaut nicht so arg aus, aber es stinkt flächendeckend! Unser Appell kann nur lauten: das Bundesheer und der TÜPL müssen sich an die geltende Waldbrandverordnung halten und dürfen damit keinerlei Schießübungen durchführen”.
Silvia Moser ergänzt beim Lokalaugenschein vor Ort: “Ich habe überhaupt kein Verständnis dafür, dass während akuter Trockenheit und angesichts der Waldbrandverordnungen in ganz Niederösterreich das Bundesheer Schießübungen mit scharfer Munition durchgeführt. So ein Sicherheitsrisiko einzugehen, ist eine Zumutung für unsere Bevölkerung im Waldviertel! Die Aussage, das Schießen unter großen Sicherheitsmaßnahmen durchgeführt zu haben, führt sich ad absurdum angesichts der Tatsache, dass 220 Männer der umliegenden Freiwilligen Feuerwehren mit 36 Einsatzfahrzeugen unterstützen mussten, dazu 20 Landwirte mit Güllefässern.”
“Der Brandgeruch war weit über die Grenzen des TÜPL hinweg eine Belastung für unsere Bevölkerung und der Brand auch ein großer Schaden für Fauna und Flora. Jetzt muss geklärt werden, wie wir so einen Vorfall in Zukunft verhindern”, schließt Martin Litschauer ab.

BH: “Keine Handhabe”

Vonseiten der Bezirkshauptmannschaft Zwettl wird auf BezirksBlätter-Anfrage erklärt: “Dass eine Schießübung unter bestimmten Voraussetzungen keinen Verstoß gegen das Forstgesetz bzw. gegen eine allfällige Waldbrandverordnung darstellt, wurde bereits aufgrund von Beschwerden in den vergangenen Jahren geklärt. Aus diesem Grund gibt es auch beim Truppenübungsplatz eigene Sicherheitsvorschriften, was z.B. die Verwendung bestimmter Munitionsarten bei besonders trockenen Verhältnissen betrifft.
Grundsätzlich ist die Durchführung militärischer Übungen am Truppenübungsplatz keiner Genehmigungspflicht durch die BH unterworfen und daher gibt es auch keine rechtliche Möglichkeit, eine solche Übung zu untersagen.”

Silvia Moser
Silvia Moser

Stadträtin und Landtagsabgeordnete

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