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10.03.2022 Gemeinde-News

Bil­dungs­haus Großruß­bach und Bur­hof Kar­na­brunn

Bildungshaus & Burhof

Gespräche um den Fortbestand des Bildungshauses – in welcher Form auch immer – gibt es schon seit Jahren. Etwas konkreter wurden diese in den letzten beiden Jahren. Vorerst beabsichtigte man seitens der Erzdiözese Wien mit einem Investor mit Baurechtsvertrag und einem Betreiber den Standort des Bildungshauses zu sichern. Dieses Ansinnen war jedoch nicht von Erfolg gekrönt und alsbald standen die Zeichen Richtung Verkauf des gesamten Areals. Ab diesem Zeitpunkt wurde die Gemeinde aktiv. In der Gemeinderatssitzung vom 16. September des Jahres wurden zwei Dringlichkeitsanträge seitens der ÖVP eingebracht.

  • Erster Antrag: Beschluss einer Beteiligung in einem Gesellschaftsvertrag betreffend Bildungshaus.
  • Zweiter Antrag: Beschluss einer Unterstützungserklärung für einen Kaufinteressenten.

Beides fromme Wünsche, wie sich in Folge herausgestellt hat. Von der Variante mit dem Gesellschaftsvertrag war dann in der nächsten Gemeinderatssitzung im Oktober nichts mehr zu hören. Aus der Unterstützungserklärung für einen Kaufinteressenten wurde eine „Wunschliste ohne Rechtsverbindlichkeit“ für alle Kaufinteressenten, welche diese Wunschliste einhalten. Da sich die Bewerber und Inverstoren dem Gemeinderat vorgestellt haben, seien sie hier nun genannt. Weinbauer und Hotelier Herr Mag. Wolfgang Rieder aus Poysdorf, Herr Mag. Richard Dierl, Hotelbetreiber aus Tirol und Firmeninhaber Herr Dieter Gruschina, aus dem Bezirk Korneuburg. Es wurden diverseste Ideen vorgestellt, von einem Hotelbetrieb bis hin zu der Gründung eines Firmensitzes. Herr Gruschina plant die Gründung eines Firmensitzes, sowie Übernachtungsmöglichkeiten für Firmen-Personal. Unabhängig voneinander war die grundsätzliche Aussage, dass Investitionen vorgenommen werden, jedoch lange nicht in der Höhe der damals von der Erzdiözese Wien kolportierten Summe von 15 Mio. Euro.

Wir Grünen Gemeinderätinnen und Gemeinderäte haben einen Dringlichkeitsantrag für eine Machbarkeitsstudie zum Erwerb des Bildungshauses seitens der Marktgemeinde eingebracht. Dieser wurde von der Mehrheitspartei abgelehnt. Mit Argumenten wie zum Beispiel: „Vor zwanzig Jahren hätte man kaufen sollen“….. Was wird man in 20 Jahren sagen, wenn jetzt verkauft wird? Uns erscheint der kolportierte Kaufpreis günstig und das Risiko, ein finanzielles Fiasko zu erleben, sehr gering.

Mit dem Burhof in Karnabrunn ist das ganz anders. Obwohl beim Kauf des Burhofs unser jetziger Bürgermeister damals dagegen war, scheint jetzt bei der Revitalisierung die teurere Variante bevorzugt zu werden. Ausgaben wurden bereits getätigt, Auslagen für Vermessung (auch Innenräume), für Planungsentwürfe sowie Statik und Feuchtigkeitsmessung wurden bereits beschlossen – und das bei angeblich ergebnisoffenem Ausgang, wie es so schön heißt. Wobei vermittelt wird, dass alles ergebnisoffen sei …

Beim Burhof wurden Planungsstudien für die „Revitalisierung“ in Auftrag gegeben, beim Bildungshaus war das leider nicht der Fall. Die Möglichkeit, das Bildungshaus seitens der Gemeinde zu erwerben wurde ohne Machbarkeitsstudie und ohne Diskussion im Gemeinderat von ÖVP-Seite nicht in Betracht gezogen. Aber vielleicht gibt es auch hier noch ein Umdenken, weil verkauft ist die Liegenschaft bis dato noch nicht, oder doch? Schade, dass die Gemeinde seit Jahren hier untätig geblieben ist und keine Möglichkeit gefunden hat, dieses Immobilien-Juwel mit Weitblick in die Zukunft für die Gemeinde zu erwerben und nutzbar zu machen. Das Schlosstor ist seit Donnerstag, dem 25. November zu. Ob sich mit dem Frühlingserwachen das ändert, bleibt zu hoffen.

Leopold Widy

Leopold Widy, Gemeinderat

Sinnvolle Raumplanung und Erhalt der Lebensqualität im Dorf!

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