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17.10.2023 Gemeinde-News

Acht­sa­mer Um­gang und Mit­be­tei­li­gung

Attraktive Gemeinde

Achtsamer Umgang und Mitbeteiligung

 

So wunderschön war dieser Sommer, so üppig die Felder bewachsen, dass es eine Freude war! Und nun? Dreck am Straßenrand, bis in die Äcker hinein, von Hipples bis Korneuburg und retour. Die Landwirtinnen und Landwirte, so wurde mir gesagt, entsorgen den Schmutz noch bevor der Pflug beginnt alles einzugraben. Hope so. Entlang der Landes- und Bundesstraßen zerhäckseln hingegen die Straßenarbeiter bei ihren Instandhaltungsarbeiten vieles in kleine Teile. Der Mikroplastikkreislauf nimmt seinen Lauf.

Aber wie kommt überhaupt jemand dazu den ganzen Müll sammeln und entsorgen zu müssen. Da gibt es jedes Frühjahr eine engagierte Flurreinigung, es wird gesammelt und entsorgt. Doch spätestens nach dem die Felder wieder leer da stehen wird das ganze achtlose Desaster wieder sichtbar. Da türmt sich der Müll, Flaschen aller Art, Fastfood Verpackungen, Plastiksäcke, Bierdosen (häufig Puntigamer??), Getränkedosen, Dosen soweit das Auge reicht, Kartons, herabgebrochen Autoteile und und und.

Ich stell mir das so richtig bildhaft vor: Fenster runter, die warme Sommerbrise rein, und in einer unbekümmerten sommerlichen Launigkeit raus damit, hurra was kostet die Welt.

Frei nach dem Motto: Was du heute kannst entsorgen, dass verschiebe nicht auf Morgen.

Ich gehe nicht davon aus, dass einer dieser Menschen diese Zeilen liest. Aber vielleicht kennen Sie ja eine solche Person oder jemanden der jemanden kennt, auf den Einfluss ausgeübt werden könnte dies nicht zu tun.

Und ja, es gibt gröbere Probleme auf dieser Welt. Sicher. Und es ist auch wichtig darauf zu schauen. Denn sie beeinflussen unser Handeln im Alltag. Das Klima, die große Politik, Katstrophen und Kriege alles jeden Tag im Minutentackt in den Medien.

Da lässt es sich fast ein bisschen vergessen, dass es etwas Näheres gibt, etwas, dass wir beeinflussen können und worauf wir direkt achten können.

So zum Beispiel auch auf das Fahrverhalten auf unseren Straßen, dem Zentralfriedhof aller kleineren und mittleren Tiere unserer Region.

Passt wohl nicht zusammen, Straßenverkehr und Tierwelt. Der Geschwindigkeitsrausch, lässt uns wohl vergessen, dass es noch andere Lebewesen gibt, die sich mit uns das Terrain teilen. Respekt sieht anders aus.

Das gilt allerdings auch für den Verkehr innerorts. Da jaulen und brummen schon mal die kleinen wie großen Motoren durch die Gassen der Ortschaft. So ein Fahrzeug ist halt nicht nur für 30 gemacht! Und wer will sich schon die 50+ nehmen lassen?

Doch es gibt sie bereits, Gemeinden, die, ausgenommen der Durchzugsstraßen, im restlichen Gemeindestraßennetz eine 30er Geschwindigkeitsbegrenzung eingeführt haben. Erhöht die Lebensqualität. Finde ich diskussionswürdig. 

Und es geht auch um Sicherheit.  Denn solange die Gehsteige da und dort mehr einem Ninja Warrior Parcour gleichen, mal so schmal, dass der Gehsteig nur im Seitwärtsschritt der Mauer entlang tastend bewältigt werden kann, dann  wieder eine Straßenlampe oder ein Brunnen inmitten des Weges auftaucht, ist Sicherheit nicht gegeben. Nicht für betagte Leute, nicht für Kinder, nicht für mobilitätseingeschränkte Menschen (die dann mit ihren Mobilitätshilfen auf die Straße ausweichen müssen). Alles eine Frage der Priorität, was uns wichtig ist. Es gibt noch viel zu tun, um das Wohl der Allgemeinheit in den Vordergrund zu rücken und die selbstgefällige Freiheit Einzelner hinten anzustellen.

Dazu gehört für mich auch die Nutzung und Ausstattung von öffentlichen Plätzen mit gesundheitsfördernden Übungsgeräten, welche auf die Bedürfnisse aller! Generationen bedacht nimmt. Ein Generationenpark, angelegt zB entlang einer Spazierroute, und nicht dort wo sich bereits alles zusammenballt. Wo sanfte, stärkende Bewegung für mehr Balance und Stabilität für Alt und Jung im und für den Alltag möglich ist. Zu sehen zB in: Generationenpark – Franz-Wegart-Park, Bad Radkersburg.

Verkehr, achtsamer Umgang mit der Natur, Mobilitätssicherheit für alle, sichere! Fahrradrouten, die nicht gleich wieder als Abkürzung für den KFZ Verkehr missbraucht werden.

Alles Themen, die noch längst keine vollständige Auflistung der Dinge sind, die das Leben in der Gemeinde attraktiver gestalten könnten.

Es könnte noch einiges an Ideen zum Vorschein gebracht, gesammelt und diskutiert werden. Mit unmittelbarer Beteiligung der Bürger und Bürgerinnen der Marktgemeinde.

Das wär mal was!

Reinhard Auer

Gemeinderat

Mobilität am Land mit flexiblen, dichter getakteten ermäßigten öffentlichen Verkehrsmitteln!

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